Selbsthilfegruppe AD(h)S
Sausebraus in Lüdenscheid
Wellenreiter in Meinerzhagen

 

FAQ

 

Bei dem Verdacht oder der Diagnose auf AD(H)S stellen sich mit einem Mal eine ganze Menge Fragen. Einige wenige haben wir hier aufgelistet. Da es einen sehr ausführlichen Fragen- und Antwortkatalog gibt, möchte ich gerne zusatzlich darauf hin verweisen:

Der Vorstand der Bundesärztekammer hat in seiner Sitzung vom 26. August 2005 auf Empfehlung des Wissenschaftlichen Beirats beschlossen:

Stellungnahme
zur
.Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS).
- Fragen-Antworten-Katalog -


(Datei im pdf-Format)

Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom?

AD(H)S ist die deutsche Bezeichnung für "Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit/ohne Hyperaktivität". ADHS ist das am häufigsten diagnostizierte Syndrom (Störungsbild) des Kindes- und Jugendalters. Drei bis fünf Prozent aller Kinder gelten als betroffen. Sie haben Schwierigkeiten bei der Verarbeitung von Sinnesreizen (Informationsverarbeitungsstörung). Eine eingeschränkte bzw. abweichende Wahrnehmungsfähigkeit, etwa im auditiven, visuellen oder taktilen Bereich, hat komplexe Auswirkungen auf Verhalten, Motorik und Selbststeuerung der Kinder.

Welche Ursachen hat ADHS?

Man geht mitlerweile davon aus, dass die Ursachen zu 75% auf genetische Ursachen zurückgeführt werden können. (Spencer, 2002; bei Depression sind es 39%, bei der generalisierten Angststörung 32%, Brustkrebs 27%, Asthma 39%). Genetische Faktoren wirken auf die Regulation von Neurotransmittern im Gehirn: Dopamin, Noradrenalin, Serotonin, GABA und Androgene. Der Einfluss dieser Gene auf die Ausbildung einer ADHD wurde in vielen Studien aufgezeigt. Jeder Mensch hat einen Satz an Chromosomen, der paarweise die genetische Grundausstattung festlegt. Menschen mit ADHS haben nun oft eine besondere Aktivität oder Inaktivität auf mind. 2 Chromosomen: (2,3)

Die Ergebnisse sind derzeit aber noch nicht weit genug gediehen, um eine klare, einfache Kausalitätsbeziehung feststellen zu können. Diese wird es bei ADHS vermutlich auch nicht geben, weil Umweltfaktoren in diese Regulationsmechanismen eingreifen, und sich die Vorgänge dadurch noch wesentlich komplizierter gestalten.

Durch welche Leitsymptome äußert sich ADHS?

Das Störungsbild ist durch folgende Leitsymptome gekennzeichnet:

Das ADHS ist unabhängig von der Intelligenz des Menschen. Die Störung findet sich sowohl bei unterdurchschnittlich intelligenten als auch bei hochbegabten Menschen.

Was sollte man bei der Diagnose beachten?

Für die Diagnose von ADS müssen andere Ursachen für auffälliges Verhalten abgeklärt werden:

Die Behandlung von Kindern mit hyperkinetischen Störungen sollte nur erfolgen, wenn sie sich auf eine Diagnostik stützt, die sich auf Untersuchungsbefunde zu störungsrelevanten körperlichen, kognitiven und psychischen Funktionen sowie sozialen Bindungen bezieht.
Deshalb sind eine somatischneurologische Untersuchung (Körpergröße, Körpergewicht, Herzfrequenz, Blutdruck), eine Labordiagnostik (Differentialblutbild, Elektrolyte, Leberstatus, Schilddrüsen und Nierenfunktionswerte) ein Ruhe- EEG und eine kognitive Leistungsdiagnostik unerlässlich.

(aus Vortag SHG Lüdenscheid, Schlappy)

Begriffe

Als ob die Störung nicht genug Konfusion mit sich brächte - es gibt sehr viele Begriffe, die in das Feld der Aufmerksamkeitsstörung mit / ohne Hyperaktivität und mit / ohne gestörtem Sozialverhalten passen:

Sausebraus: Praxis für Ergo-Therapie, Heedfelder Str. 9, 58509 Lüdenscheid
Wellenreiter: Praxis für ganzheitliche Psychotherapie (HPG), Friedrich-Ebert-Straße 243, 58566 Kierspe